Beispiel für ein mögliches Projekt

 


 

Beispiel für ein mögliches Projekt:

Hierbei ist die genaue Beobachtung der Gruppe und ihr jeweiliges Interesse vorrausgegangen, verschiedene Materialien wurden zur Anregung im Raum vorbereitet.

Das Thema „Tiere“ wird interessant und die Kinder interessieren sich für das Tier Schlange

Es entwickelt sich ein Projekt…

Mit verschiedenen Materialien malen wir Schlangen: An der Tafel -mit Kreide, an der Kork -Wand im Atelier auf großen Papierbögen- mit dicken Pinseln und Wasserfarben, am Basteltisch -mit Wachsmalkreide, im Sandkasten -mit den Fingern im Sand.                                                Wir legen Schlangen mit Wolle und machen eine Autoschlange mit kleinen Fahrzeugen.

Nun überlegen wir im Morgenkreis:                                                        Wie hört sich denn eine Schlange an? Was macht sie für Geräusche? Welche Farben kann sie haben? - Dazu schauen wir uns vielleicht Bilder an…                                                                                                         Was denkt ihr, wie sich eine Schlange bewegt? - dazu schlängeln sich die Kinder über den Boden und kriechen sogar über das Podest…               Wir basteln uns Schlangen aus Strümpfen und singen ein Lied dazu.    Vielleicht machen wir einen Ausflug in den Zoo…

 

 

 

 

Ein Projekt kann aber auch einfach ein Spiel sein, was die Kinder sich ausgedacht haben und woran sie Freude haben, welches der Erwachsene vielleicht zum Anreiz nimmt dieses auszubauen und passende Materialien dazu bereit zu stellen: Z.B. etwas Reis für den Kaufmannsladen, oder ein großer Karton zum Bauen eines Flugzeugs…

Ein anderes Projekt könnte z.B. die Pflanze sein…

Wir schauen uns beim Spaziergang Blumen an. Wir riechen und fühlen und bestaunen sie. Das Thema pflanzen, wachsen, gießen und ernten könnte daraus entstehen. Die Kinder pflanzen Kresse und erleben so, wie etwas wächst, was sie gepflanzt haben. Später können sie die Kresse dann z.B. auf selbstgebackenen Brötchen mit selbstgemachtem Quark essen.

Thema wird, was die Kinder interessiert: Jahreszeiten, Feiertage, Blätter, Schnee, Tiere, Spiele, Essen. Was hier zählt sind nicht die Fakten aus dem Lehrbuch, sondern die Beobachtungen und Gedanken der Kinder.

Wie klingt das? Wie fühlt sich das an? Seine Umgebung und die Natur mit allen Sinnen erleben.

Entscheidungsfreiheit bedeutet aber nicht, dass es keine Regeln gibt!

Kinder brauchen Regeln und Grenzen um sich zu orientieren und sich sicher zu fühlen, nur so, und durch eine starke Bindung zu ihren Bezugspersonen können sie sich entwickeln und lernen.

Jeder kennt den empörten Ausruf eines kleinen Kindes: „Selber!! Alleine!!“

Es bedeutet: „Ich will selber ausprobieren, wie es sich anfühlt eine Treppe hinaufzusteigen und dabei immer größer zu werden.“ Kinder haben ihren eigenen Rhythmus. Sie brauchen Zeit und Freiheit zum Spielen, Gestalten, zum Ruhen und Träumen, zum Ausprobieren und zum Fehler machen. Jedes Kind ist einzigartig und hat deshalb auch seine je eigene Art, die Welt zu verstehen.