Eingewöhnung in Anlehnung an das Berliner Modell:

Zu Beginn möchte ich Ihnen versichern, dass ich genau nachvollziehen kann, wie es Ihnen geht. Da ich selbst Mutter bin und ich dieses Abenteuer selbst bereits 4 Mal durchlebt habe, kenne ich Ihre Sorgen und Ängste ganz genau. Aber ich kann Sie beruhigen: Meine Kinder und auch ich 😉haben diesen wichtigen Schritt immer sehr gut überstanden. Also fühlen Sie sich bitte von mir verstanden und unterstützt, wir schaffen das gemeinsam!

 

Los geht’s:

 

·       Die Eingewöhnung dauert bei den meisten Kindern ca. 14 Tage. Je nach Alter und Temperament und Vorerfahrungen des Kindes auch bis zu 4 Wochen, manchmal sind allerdings auch schon 6 Tage ausreichend.

Abhängig ist die Zeit immer vom Verhalten des Kindes.

·       Planen Sie also in jedem Fall 3-4 Wochen Zeit ein.

·       Ihr Kind wird während der Eingewöhnung von einer Person begleitet zu der es eine starke Bindung hat. Dies können die Mutter oder der Vater, aber auch zum Beispiel die Oma ihres Kindes sein.

·       Wichtig dabei ist aber, dass sich die Personen nicht abwechseln, sondern das Kind immer von der gleichen Person begleitet wird!

 

 

 

 

·       In den ersten 3 Tagen bleiben Sie und Ihr Kind ca. 1-2 Stunden bei mir, wobei Sie sich eher im Hintergrund halten und versuchen zu beobachten, wie sich Ihr Kind mir und der neuen Umgebung gegenüber verhält.

 

Ø  Sie sind die Rückversicherung/der Anker/der sichere Hafen für Ihr Kind.

Ø  Wenn Ihr Kind zu Ihnen kommt, stellen Sie sich als Bindungsperson zur Verfügung und trösten es, falls es Trost braucht.

Ø  Sie unterstützen und ermuntern Ihr Kind seine neue Umgebung zu erforschen.

Ø  Sie freuen sich darüber, wenn Ihr Kind von selbst auf mich zukommt und ich ihm Spielzeug anbiete.

 

 

·       Am 4. Tag (es darf kein Montag sein) findet die erste kurze räumliche Trennung statt für ca. 30 Minuten.

Ø  Wichtig ist, dass Sie nicht gehen ohne sich kurz zu verabschieden!

Gehen Sie niemals, weil Sie meinen, Ihr Kind würde gerade so schön spielen, und es wäre ein guter Zeitpunkt einfach zu verschwinden. Ihr Kind braucht die Verabschiedung mit der Angabe, wann Sie wiederkommen um sich sicher zu fühlen!

Ø  Bringen Sie ein immer gleiches "Übergangsobjekt“ mit in die Tagespflege, welches Sie Ihrem Kind dalassen, wenn Sie gehen.

Dies kann z.B. sein: Ein Schnuller, eine Teeflasche, ein Schmusetuch oder der Lieblingsteddy Ihres Kindes. Ihrem Kind hilft dies die Trennung zu verkraften. Der vertraute Gegenstand stellt die Verbindung zu Ihnen und zu seinem zu Hause her.

Ø  Diese erste Trennung ist nur eine räumliche Trennung. Das heißt, es reicht, wenn Sie sich in einem anderen Raum aufhalten. Nehmen Sie sich etwas zu Lesen mit, Sie können solange im Schlafzimmer der Kinder in meinem gemütlichen Vorlesesessel warten 😉.

Ø  Wichtig ist, dass Sie jederzeit von mir zurückgerufen werden können, falls Ihr Kind sich nicht innerhalb von 15 Minuten von mir beruhigen lässt. In diesem Fall werden wir den nächsten Trennungsversuch erst ein paar Tage später wiederholen, jedoch nicht an einem Montag.

Ø  Sollte Ihr Kind unbeeindruckt auf diese erste Trennung reagieren (ich musste Sie nicht rufen, sondern Sie sind nach 30 Min. von allein zurückgekommen), werden wir die Dauer der Trennung langsam steigern.

 

·       Wichtig ist, dass Sie Ihrem Kind vermitteln, dass Sie sich freuen, wenn die Beziehung zwischen Ihrem Kind und mir immer besser wird. Ihr Kind braucht die Gewissheit, dass Sie einverstanden sind, dass es mich und die anderen Kinder in der Wundertüte sehr mag!

Ø  Sie sollen aber wissen, dass, trotzdem Ihr Kind eine Bindung zu mir aufbaut (und dies ist immens wichtig, und allergrößte Voraussetzung, denn ohne Bindung geht es nicht), Sie als Eltern die wichtigsten Bezugspersonen im Leben ihres Kindes bleiben!

Ø  Ich bin Elena, SIE sind die Mama / der Papa!!!

 

 

·       Die Eingewöhnung ist beendet, wenn sich Ihr Kind von mir trösten lässt, und mir gegenüber ausgeprägtes Bindungsverhalten zeigt!

Ø  Wichtig ist, dass Ihnen bewusst ist, dass es dennoch vorkommen kann, dass Ihr Kind weint, wenn Sie sich verabschieden. Damit zeigt Ihnen Ihr Kind, dass es lieber bei Ihnen bleiben würde. Da ich nun aber auch eine Bindungsperson für Ihr Kind bin, lässt es sich schnell von mir trösten, auch wenn sein Wunsch nicht erfüllt wird.

Sie können Ihr Kind also beruhigt bei mir lassen. Es wird dort ein paar interessante Stunden mit mir und den anderen Kindern verbringen und kann auf mich als sichere Basis zurückgreifen